Unterbesetzte Ausbildungsplätze

 

 

 

Warum sich Lehre und duale Ausbildung doch noch lohnen

 

Durch die steigende Anzahl an Abiturienten und Hochschulabsolventen ist ein Missverhältnis auf dem Arbeitsmarkt entstanden. Der demografische Wandel hat in den letzten Jahren zu einer massiven Abnahme abgeschlossener Ausbildungsverträge geführt und Einige befürchten sogar ein Branchensterben. Vor allem die Gastronomie und das Hotelgewerbe klagen seit Jahren über unbesetzte Ausbildungsplätze und akuten Nachwuchsmangel. Doch selbst die gebotenen Prämien scheinen die jungen Menschen nicht zu locken. Will keiner mehr Koch, Maler oder Hotelfachfrau werden? Wir klären auf und zeigen welche Vorteile eine duale Berufsausbildung mit sich bringt und warum die Lehrstelle manchmal sogar sinnvoller als ein Studium ist. Denn eine Ausbildung lohnt sich – gerade jetzt!

 

 

Mehr Studienanfänger als Auszubildende - Zum einen hat die demografische Entwicklung und die Veränderung im Bildungssystem dazu geführt, dass immer mehr Schüler die allgemeine Hochschulreife anstreben. Damit ist auch die Studierneigung gestiegen, die Anzahl an Azubis dafür extrem gesunken. Die Folge: Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten offene Lehrstellen und Ausbildungsplätze zu besetzen. Nach Angaben des Berufsbildungsberichts 2015 ist die Unterbesetzung so hoch wie nie: 37.100 Stellen blieben demnach im letzten Jahr unbesetzt. Dabei biete der Ausbildungsmarkt den Jugendlichen so viele Chancen wie nie zuvor, betonte die Bundesministerin Johanna Wanka.

Die Veränderungen im Bildungssystem fördern das Missverhältnis obendrein: Durch das verkürzte Schulsystem sollen (noch) jüngere Absolventen dem Arbeitsmarkt frühestmöglich zur Verfügung stehen können. Mit 17 Abitur und mit 20 ein abgeschlossenes Studium in der Tasche? Diese Vorstellung scheint weder realitätsgemäß, noch unbedingt förderlich für den Einzelnen. Denn viel wichtiger ist es doch zunächst herauszufinden: Was liegt mir? Was passt zu mir? Was mache ich gerne?

 

Fähigkeiten erkennen - Die praxisnahe Arbeit in einem Ausbildungsbetrieb ermöglicht es, genau jenen Fragen auf den Grund zu gehen und dabei an täglichen Aufgaben zu wachsen. Für einige junge Menschen, Abiturienten eingeschlossen, kann eine Ausbildung daher schlichtweg sinnvoller bzw. passender sein. Bei all den Zukunftsambitionen wird nämlich oft außer Acht gelassen: vielen liegt die praxisorientierte Arbeit mehr als ein theoretisches Studium - unabhängig von Qualifikation und Können. Dass Studieren nicht jedermanns Sache ist, zumindest nicht im direkten Anschluss an die Schulausbildung, zeigt sich auch an der Zahl der Studienabbrecher: Knapp die Hälfte der Erststudierenden bricht das Studium innerhalb seines Fachs ab und knapp 30 Prozent verlassen die Hochschule ganz ohne Abschluss. Durch eine praktisch orientierte Berufsausbildung kann die spätere Wahl des richtigen Studiengangs erheblich erleichtert und die Anzahl der Studienabbrecher nachweislich reduziert werden.

Trotzdem scheint die gesellschaftliche Wertschätzung der dualen Ausbildung gesunken zu sein; akademische und berufliche Bildung werden demnach nicht (mehr) als gleichwertig angesehen. So hat sich in den Köpfen der Gesellschaft und vieler Eltern die Ansicht verbreitet: „ohne Abitur und Studium, keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt“. Aber ist das tatsächlich so?

 

 

               Viel erreichen – mit und ohne Abi

 

Eine Ausbildung fördert neben der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen das Bewusstsein für das künftige Arbeitsleben unter realen Bedingungen, denn neben dem Austesten eigener Fähigkeiten und Interessen, befindet sich der Azubi in seinem Lernprozess bereits mitten im Berufsalltag. Im Gegensatz zu Schule und Studium werden in einem praktischen Rahmen Dinge erlernt, die ganz konkret anwendbar sind. Abgesehen davon, dass Praktisches vielen große Freude bereitet, kann eine Berufsausbildung gerade nach der Schulzeit, in der Inhalte primär theoretisch vermittelt und nicht selten mit negativen Erfahrungen behaftet sind, einen neuen positiven Erfahrungswert bilden und das Selbstvertrauen stärken. Zudem erhält man vom ersten Tag der Ausbildung ein Gehalt, welches eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit mit sich bringt.

Die klassische Berufsausbildung bietet neben dem aktiven Einblick ins tagtägliche Berufsleben, eine wertvolle Grundlage für die berufliche Weiterentwicklung oder auch einen direkten Berufseinstieg. Für eine zusätzliche Referenz lassen sich heutzutage viele Ausbildungsbereiche mit dem Erwerb des Fachabiturs kombinieren, der einem nach erfolgreichem Abschluss weitere Optionen bietet. Bei entsprechender Leistung sind ein sicherer Arbeitsplatz inklusive Aufstiegschancen also auch ohne Abitur oder Hochschulstudium möglich.

 

Ergänzung zum Studium - Aber auch für Abiturienten kann die Lehre große Vorteile bringen – je nach persönlichen Stärken und Interessen sowie der gewünschten Branche. Eine Berufsausbildung kann eine ideale Ergänzung zum Studium bilden und ist gerade in praxisnahen Bereichen von großem Nutzen. Für jene, die sich ihrer Berufung nach der Schule noch nicht sicher sind, kann die Lehrstelle eine gute Möglichkeit sein, sich dieser im Laufe der Zeit klar zu werden. Dank praktischer Erfahrungen und der persönlichen Weiterentwicklung fällt es demnach auch einfacher, ein darauffolgendes Studium passend zu wählen – mit deutlich geringerem Abbruchrisiko. Zusätzlich können während der  Berufsausbildung nötige Wartesemester gesammelt werden, die vielen Betroffenen (doch noch) zum gewünschten Studienplatz verhelfen.

Ohne BAföG, Studienkredit oder die Hilfe der Eltern kann die Finanzierung eines Studiums eine echte Herausforderung darstellen. Auch hier ist im Vorteil, wer eine Lehre absolviert hat und seine Hochschulausbildung dementsprechend stressfreier finanzieren kann. Doch die Ausbildung bietet weit mehr als ein Mittel zum Zweck: Vor dem Hintergrund des theoretisch fokussierten Hochschulsystems schätzen Arbeitgeber berufserfahrene Bewerber. Denn trotz guter Studienleistungen fehlt es vielen Absolventen an praktischen Fähigkeiten und Erfahrungen über den Arbeitsalltag. Mit all dem kann der Azubi punkten, denn er kann beweisen: Ich kenn mich aus, ich weiß was ich will, ich weiß was ich da mache – ein klarer Vorteil im späteren Berufsleben!

 

 

               Fazit: Ausbildung lohnt sich

 

Die klassische Berufsausbildung hat vor dem Hintergrund steigender Abiturienten und Hochschulabsolventen an Wert und Anerkennung verloren, obwohl sie für unterschiedliche Gruppen angehender Berufstätiger viele Vorteile birgt - nicht nur für Absolventen des qualifizierenden Hauptschulabschlusses oder der mittleren Reife, sondern auch für Abiturienten. Dabei ist die Frage „Ausbildung oder Studium?“ in erster Linie abhängig von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten und Interessen sowie dem gewünschten Berufsfeld. Für bestimmte Berufsbilder ist ein Studium nicht nur sinnvoll sondern essentiell: Wer Arzt werden möchte, kommt am Medizinstudium nicht vorbei. Doch auch hier kann eine vorangestellte Ausbildung von großem Nutzen sein: Wer den horrenden Numerus Clausus verfehlt, hat dank (gut genutzter) Wartesemester die Möglichkeit auf einen späteren Einstieg in das Wunschstudium und sammelt nebenbei wertvolle praktische Erfahrungen, die sich im späteren Studium und Berufsleben bezahlt machen.

 

Ausbildung oder Studium? - Eine Ausbildung kann generell eine gute Ergänzung zum Studium bilden, einen hohen Lerneffekt erzielen und erhebliche Vorteile beim späteren Arbeitgeber mit sich bringen. Denn neben der guten Referenz, die die Berufsausbildung bietet, kann sie jungen Menschen helfen, sich im Rahmen praktischer Arbeit selbst zu probieren, um sich den eigenen Interessen und Fähigkeiten bewusst zu werden – gut für sich selbst und gut im späteren Berufsleben. Für all jene, die noch nicht direkt nach Schulabschluss wissen, in welche Richtung es genau gehen soll, ermöglicht eine Ausbildung, dieser Frage auf den Grund zu gehen und anhand realer Berufsbedingungen die eigenen Stärken an praktischen Aufgaben zu entdecken und auszubauen. Ein Studium bietet zweifelsohne eine ideale Grundlage für ein umfassendes Wissen auf dem jeweiligen Gebiet und damit für zukünftige Berufschancen. Je nach Branche und Berufsbild kann jedoch auch in der klassischen Berufsausbildung durch entsprechende Leistung und Engagement viel erreicht werden – auch ohne höheren Schulabschluss. Der viel gehörte Spruch „ohne Abitur und Studium, keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ stimmt demnach nur bedingt. Wichtiger ist zunächst das Herausfiltern eigener Stärken und Interessen.

 

Ausbildung gerade jetzt – Viele Ausbildungsplätze sind hierzulande unterbesetzt, soviel ist klar. Laut Berufsbildungsbericht 2015 hat die Zahl der gemeldeten unbesetzten betrieblichen Ausbildungsstellen mit 37.100 sogar einen neuen Höchststand im langjährigen Vergleich erreicht. Denn es gibt zu wenige (interessierte und qualifizierte) Bewerber. Dabei kann die entstandene Lücke auf dem Arbeitsmarkt von Vorteil sein – gerade jetzt. Schließlich geht es letztendlich immer um Angebot und Nachfrage.

Wenn nun jeder studiert, fehlt es bald an Praktikern. Zwar können maschinelle Techniken mittlerweile viele Tätigkeiten ersetzen, dennoch wird es auch in Zukunft weiterhin Bedarf an handwerklichen Arbeiten geben. Wenn die Welt nur noch aus Analytikern und Theoretikern besteht, ist der gefragt, der die Hands-on Arbeit beherrscht. Auch Arbeitgeber könnten bald genug von theoretisch Allwissenden haben, die oft mit hohen Ansprüchen, aber ohne konkrete Vorstellungen, in den Berufsalltag schreiten – praktisch Erfahrene können da besonders gut punkten.

 

 


Quellen und weitere Infos zum Thema:

 

http://de.statista.com/infografik/1887/zahl-der-studierenden-und-auszubildenden/

http://karriereblog.svenja-hofert.de/2013/11/10-gruende-fuer-eine-ausbildung-und-gegen-ein-sofort-studium/

http://www.studienwahl.de/orientieren/studium-oder-ausbildung.htm

http://www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php

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