Social Media Hype überbewertet?

Social Media Hype überbewertet?

Interessante Erkenntnisse zur Bedeutung von Social Media bei der Bewerberansprache hat das Magazin Human Resources Manager unter Bezugnahme auf die „Social Media Marketing Studie 2016“ zusammengestellt. Demnach sind die sozialen Netzwerke keineswegs das oftmals beschworene Allheilmittel für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Im Mix mit anderen Maßnahmen bieten sie jedoch durchaus Potenzial.

„Der Hype um Social Media im Recruiting ist vorbei“ titelt der Human Resources Manager provokant und nimmt Bezug darauf, dass Social Media heutzutage im Personalmarketing fast allgegenwärtig ist. Wie die Studie zeige, hat allerdings eine gewisse Stagnation eingesetzt und von einem Wundermittel in der Kandidatenansprache sei darin keine Rede mehr.

Viele Unternehmen seien in den Socialen Netzwerken breiter aufgestellt, als die Kandidaten, die sie hierüber ansprechen möchten. So nutzen Studenten Xing und LinkedIn zu lediglich 35 bzw. 18 Prozent, Unternehmen hingegen sind hier zu 90 Prozent beziehungsweise zu 60 Prozent aktiv. Arbeitgeberbewertungsportale spielen der Studie zufolge beim Bewerbungsprozess in der Zielgruppe Studenten und Nachwuchskräfte so gut wie gar keine Rolle. Lediglich fünf Prozent der Befragten nutzen die abgefragte Plattform Kununu.

Für die Studienautoren ist dies jedoch kein Abgesang auf Social Media als Rekrutierungskanal: „Genauso wie es in der Vergangenheit übertrieben war, Social Media zu glorifizieren, wäre es jetzt übertrieben, aus Enttäuschung und Überdruss komplett darauf zu verzichten“, wird Thorsten Petry von der Hochschule RheinMain zitiert. Im Detail zeige sich durchaus auch Potenzial.

Beispielsweise nutzen Fach- und Führungskräfte die sozialen Netzwerke in Hinblick auf ihre Karriereplanung deutlich stärker als Studenten und Nachwuchskräfte. Gerade Karriereseiten und Jobportale sind nach wie vor ein wirksamer Kanal für Personaler, um Bewerber direkt zu erreichen. Viele Bewerber informieren sich bei der Auswahl potenzieller Arbeitgeber zudem vor der Kontaktaufnahme über unterschiedlichste Quellen im Internet. Hierbei spielt Social Media natürlich eine Rolle.
Den vollständigen Artikel auf Human Resources Manager können Sie hier einsehen.

Weitere Informationen zur Social Media Marketing Studie: Seit 2010 gehen Thorsten Petry (Hochschule RheinMain) und Florian Schreckenbach (embrander consult) sowie Henner Knabenreich als Praxis- und Medienpartner mit der Studie zur „Nutzung von Social Media Personalmarketing und Recruiting“ den Aktivitäten der Unternehmen auf den Grund. Hierbei wird sowohl die Arbeitgeber- als auch die Kandidaten-Perspektive beleuchtet. Mittlerweile liegen über die Jahre verteilt über 2.000 auswertbare Datensätze vor. Die gesamte Studie kann kostenpflichtig im Internet bezogen werden.

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