BAP: 45 Prozent der allgemeinen Beschäftigten in Betrieben mit Tarifbindung, bei Zeitarbeit nahezu 100 Prozent

Tarifbindung bei Zeitarbeit nahezu 100 Prozent

Im Jahr 2014 waren 45 Prozent der Arbeitnehmer in einem tarifgebundenen Betrieb beschäftigt, von denen 41 Prozent einem Branchentarifvertag und 4 Prozent einem Firmentarifvertrag unterlagen, so die Ergebnisse der aktuell veröffentlichten Verdienststrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (Destatis). Der Anteil der Betriebe mit Tarifbindung lag deutschlandweit bei knapp 15 Prozent. In der Zeitarbeit ist die Tarifbindung deutlich höher.

Wie der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP) mit Blick auf die Auswertung des Bundesamtes für Statistik mitteilt, ist der Grad der Tarifbindung in der Zeitarbeitsbranche deutlich höher als bei festangestellten Mitarbeitern: Nahezu 100 Prozent der Zeitarbeitnehmer werden in Deutschland nach Tarifverträgen bezahlt, die zwischen den Arbeitgebern der Branche und der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit abgeschlossen wurden. Zusätzlich ergänzen Branchenzuschlagstarifverträge mit einzelnen Gewerkschaften das Flächentarifwerk.

Betrachtet man die allgemeinen Zahlen des Bundesamtes für Statistik so fallen gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen auf. Die größte Tarifbindung gibt es hier in den Bereichen Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (100 Prozent), gefolgt von Energieversorgung (85 Prozent) sowie Erziehung und Unterricht (83 Prozent). Die niedrigsten Werte ermittelte die staatlich bestellten Statistiker in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (13 Prozent), Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (20 Prozent), Kunst, Unterhaltung und Erholung (21 Prozent), Grundstücks- und Wohnungswesen (22 Prozent), Information und Kommunikation (22 Prozent) sowie im Gastgewerbe (23 Prozent). Laut dem Statistischen Bundesamt steigt zudem „die Tarifbindung mit der Größe des Unternehmens, zu dem ein Betrieb gehört, sukzessive an.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP).

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