Tempo-Team Blog

Gilt eine Ansteckung mit Corona als Arbeitsunfall?

Corona-Infektion als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit

Der aktuelle „Lockdown light“ erstreckt sich – mit Ausnahme von bestimmten Branchen – nicht auf die Arbeitswelt. Viele Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern zwar das Arbeiten im Homeoffice, doch nicht überall ist dies möglich oder erwünscht. Gilt dann eine Ansteckung mit Corona am Arbeitsplatz als Arbeitsunfall? Und wer trägt die Kosten, z.B. für notwendige Behandlungen, Arbeitsunfähigkeit oder den Corona-Test?

Mit dieser spannenden Frage setzt sich aktuell ein Artikel des Portals ingenieur.de auseinander. Die Autorin hat hierzu auch die Meinungen der Gesetzlichen Unfallversicherung (VBG) sowie eines Fachanwaltes für Arbeitsrecht eingeholt und kommt zu einem ambivalenten Ergebnis.

Eine Corona-Infektion als Arbeitsunfall

Der Begriff des Arbeitsunfalls ist ganz klar definiert. In Bezug auf eine Corona-Infektion erscheint seine Anwendung jedoch nicht eindeutig.

Unfälle am Arbeitsplatz sowie Wegeunfälle auf dem Weg zur Arbeit sind durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Wer sich also auf dem Weg zur Arbeit ein Bein bricht, erleidet eindeutig einen Arbeitsunfall.

Nach Auskunft der VBG kann auch eine Infektion mit Covid-19 infolge einer Beschäftigung als Arbeitsunfall gelten. Allerdings muss hierfür die Ansteckung nachweislich auf eine infizierte Person aus dem Arbeitsumfeld zurückzuführen sein.

Dieser Nachweis dürfte in der Praxis oftmals schwierig sein. Ein sporadischer Kontakt zu infizierten Kollegen, z.B. im Aufzug oder Treppenhaus ist nicht ausreichend. Wenn der direkte Schreibtischnachbar jedoch erkrankt ist, wird er als sogenannte Indexperson gelten und damit ein Arbeitsunfall vorliegen.

Kommt es in einem Betrieb zu einem gehäuften Infektionsgeschehen, kann eine Ansteckung unter Umständen auch als Arbeitsunfall gelten, wenn keine Indexperson identifizierbar ist, von der die eigene Ansteckung nachweislich ausging.

Allerdings sei die rechtliche Einordnung in Bezug auf Masseninfektionen noch nicht eindeutig, wird Michael Fuhlrott, Fachanwalt für Arbeitsrecht, im Beitrag zitiert: „Das ist noch nicht abschließend geklärt. Haben spezifische Umstände des Arbeitsplatzes zur Infektion geführt, könnte man dies annehmen. Geht die Ansteckung mehr auf ein allgemeines Lebensrisiko zurück, da die Corona-Erkrankung in der Bevölkerung weit verbreitet ist, wird man dies ablehnen müssen.”

Eine Corona-Infektion als Berufskrankheit

Neben dem Arbeitsunfall gibt es auch noch die sogenannten Berufskrankheiten. Hierunter werden Erkrankungen verstanden, die aufgrund der besonderen Einwirkungen am Arbeitsplatz beim Arbeitnehmer entstehen. Typische Beispiele sind chronische Erkrankungen der Atemwege im Bergbau und in der chemischen Industrie oder Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates aufgrund schwerer körperlicher Arbeiten, wie sie oftmals im Handwerk oder Baugewerbe auftreten.

Alle Berufskrankheiten sind in der Berufskrankheiten-Verordnung, kurz BVK, aufgelistet. Derzeit sucht man hier noch Vergebens nach einem Bezug auf Sars-CoV-2. Allerdings werden Infektionskrankheiten für bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Krankenpfleger oder Labormitarbeiter regelmäßig anerkannt.

Weitere Informationen zum Thema und eine ausführlichere Einschätzung der rechtlichen Lage finden Sie unter:

https://www.ingenieur.de/karriere/arbeitsrecht/mit-corona-auf-der-arbeit-infiziert-arbeitsunfall-arbeitsrecht/

Weiterführende Informationen zu Corona

Arbeiten in Zeiten von Corona: Checkliste zur Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz

Initiative: Sicher zurück an die Arbeit in der neuen Normalität

Empfehlungen für den Arbeitsplatz im Homeoffice

In Bewegung bleiben - auch im Homeoffice

Zurück

Willkommen Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihre Cookies.

Bei Tempo-Team kombinieren wir die Kraft der heutigen Technologie mit der Leidenschaft unserer HR-Experten, um eine menschlichere Erfahrung zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, verwenden wir Cookies. Cookies helfen uns dabei, ein nahtloses Surferlebnis zu bieten, indem die Cookies Sie bei jedem Besuch der Website erkennen und unserem Team helfen, zu verstehen, welche Teile der Website für Sie am interessantesten sind. Die Cookie-Einstellungen auf dieser Seite sind auf "Alle zulassen" eingestellt. Sie können Ihre Einstellungen jedoch jederzeit ändern. Bitte beachten Sie, dass Sie dadurch möglicherweise einige Funktionen verlieren. Weitere Informationen finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.

Cookie-Einstellungen Alle akzeptieren

Cookie-Präferenzzentrum

Sie befinden sich auf www.tempo-team.com, der Website von Tempo-Team Management Holding GmbH, im Folgenden als "Tempo-Team" oder "wir" bezeichnet. Unsere Website (www.tempo-team.com und ihre Subdomains) verwendet Cookies. Cookies sind kleine Textdateien, die über Ihren Browser auf Ihrem Gerät (Computer, Tablet oder Mobiltelefon) gespeichert werden, um die Nutzung der Website zu vereinfachen, bestimmte Funktionen zu aktivieren und den Besuch unserer Website attraktiv zu gestalten. Wir verwenden Cookies, um unseren Website-Besuchern eine bessere Erfahrung zu bieten, Präferenzen zu identifizieren, technische Probleme zu diagnostizieren, Trends zu analysieren und uns allgemein bei der Verbesserung unserer Website zu helfen. Die Informationen in den Cookies beziehen sich auf Ihr Gerät, Ihren Browser und die Art und Weise, wie Sie unsere Inhalte durchblättern, und sind nicht mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse oder Ihrer E-Mail-Adresse verknüpft. Soweit personenbezogene Daten mit Cookies erhoben werden, werden diese nur gemäß unserer Datenschutzerklärung verarbeitet. Unsere Datenschutzerklärung und diese Cookie-Erklärung. Weitere Informationen

Alle akzeptieren
Erforderliche Cookies

Diese Cookies sind erforderlich, damit die Webseite funktioniert, und können in unseren Systemen nicht ausgeschaltet werden. Sie werden normalerweise nur als Reaktion auf von Ihnen durchgeführte Aktionen festgelegt, die einer Anforderung von Diensten gleichkommen, z. B. das Festlegen Ihrer Datenschutzeinstellungen, das Anmelden oder das Ausfüllen von Formularen. Sie können Ihren Browser so einstellen, dass diese Cookies blockiert oder Sie über diese Cookies benachrichtigt werden. Einige Bereiche der Website funktionieren dann aber nicht. Diese Cookies speichern keine personenbezogenen Daten.

Marketing Cookies

Diese Cookies können über unsere Website von unseren Werbepartnern gesetzt werden. Sie können von diesen Unternehmen verwendet werden, um ein Profil Ihrer Interessen zu erstellen und Ihnen relevante Anzeigen auf anderen Websites zu zeigen. Sie speichern nicht direkt personenbezogene Daten, basieren jedoch auf einer einzigartigen Identifizierung Ihres Browsers und Internet-Geräts. Wenn Sie diese Cookies nicht zulassen, werden Sie weniger gezielte Werbung erleben.

Speichern