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Digitalisierung in der chemischen Industrie

Chemische Industrie

Die Chemieindustrie in Deutschland hat erst relativ spät mit notwendigen Umstellungen für die Digitalisierung begonnen. Für viele Unternehmen steht das Thema Digitalisierung nun jedoch ganz oben auf der Agenda. Allerdings haben sie auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) herausstellt.

Bremsen beispielsweise der Fachkräftemangel und schlechte Infrastruktur die Unternehmen aus?

Der „DigiChemSurvEY2019 - Digitalisierung in der Chemieindustrie auf dem Prüfstand“ ist Teil einer Langzeitstudie, mit dem EY regelmäßig die Umsetzungsfortschritte der Digitalisierung in der Chemiebranche untersucht. Hierzu werden 101 Manager aus der Chemiebranche jährlich befragt.

Der Studie zufolge bekommt das Thema Digitalisierung in der Chemieindustrie seit 2015 einen größeren Stellenwert. Im Vergleich zu anderen Branchen ist dies relativ spät. Allerdings werden nun verstärkt Anstrengungen unternommen. Gerade große Unternehmen haben hierfür eigene Programme gestartet und Strukturen aufgebaut. Kleinere Unternehmen folgen.

Vorteile durch die Digitalisierung versprechen sich die Unternehmen vor allem durch eine verbesserte Datenanalyse (49%), Automatisierung (34%) sowie ein verbessertes Datenmanagement (32%). Insgesamt wird hierdurch auch eine Reduzierung von Kosten erwartet.

Als größtes Hindernis sehen die Befragten den Mangel an Fachkräften. Dies ist in der Chemieindustrie nicht anders, als in anderen Branchen. Über die Hälfte der befragten Unternehmen (53%) geben an, dass sie zu wenig qualifiziertes Personal finden. 39% Prozent beklagen eine unzureichende technische Infrastruktur.

„Die Chemieindustrie hat im Zuge der Digitalisierung wichtige erste Schritte in Richtung Effizienzsteigerung und Marktorientierung unternommen. Es besteht allerdings eine erhebliche Diskrepanz zwischen der für die kommenden Jahre erwarteten digitalen Revolution und dem tatsächlichen Umsetzungsfortschritt. Die Chemieindustrie muss die laufenden Umsetzung beschleunigen und hinsichtlich disruptiver Technologien und Geschäftsmodelle in eine Treiberrolle kommen”, so das Fazit der Studienautoren.

Weitere Informationen:

Ausführlicher Beitrag auf Prozesstechnik Online

Präsentation zur Studie von EY (PDF)

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